Lingoo vs. Duolingo: Welche App bringt dich zum Sprechen?

Lingoo vs. Duolingo im ehrlichen Vergleich: Preise, KI-Gespräche, Inhalte und Grenzen. Für wen sich die Duolingo-Alternative lohnt und für wen nicht.

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Lingoo vs. Duolingo: Welche App bringt dich zum Sprechen?

Transparenzhinweis: Wir entwickeln Lingoo. Dieser Vergleich stammt vom Lingoo-Team und ist deshalb nicht neutral. Bei Duolingo stützen wir uns auf den App-Store-Eintrag, Duolingos eigene Seiten und öffentliche Aussagen des Unternehmens. Wir sagen offen, wo Duolingo stärker ist und für wen es die bessere Wahl bleibt. Stand: Oktober 2026.

Duolingo ist für viele der Einstieg in eine neue Sprache, und das aus gutem Grund: kostenlos, spielerisch, auf jedem Gerät. Irgendwann stellt sich aber oft eine andere Frage. Der Streak ist lang, die Lektionen sitzen, aber könntest du im Urlaub ein echtes Gespräch führen?

Wenn du dir diese Frage stellst, suchst du wahrscheinlich eine Duolingo-Alternative, die dich zum Sprechen bringt. Hier vergleichen wir Lingoo und Duolingo direkt, mit Fakten, mit unserer Einschätzung und mit den Punkten, bei denen Lingoo nicht mithalten kann.

Der Unterschied in zwei Sätzen

Duolingo ist ein spielerischer Kurs, den alle Lernenden gleich durchlaufen, mit sehr vielen Sprachen und einer starken kostenlosen Version. Lingoo schreibt jede Lektion für dein Niveau und dein Thema und endet jedes Mal mit einem Gespräch, in dem du selbst sprichst.

Lingoo und Duolingo im Vergleich

KriteriumLingooDuolingo
AnsatzSession aus Geschichte, Übungen und GesprächKurze Lektionen in einem festen Kurs, mit Spielelementen
InhalteMit KI für dein Niveau und dein Thema geschriebenVorgegebener Kurs, für alle Lernenden gleich
Eigene ThemenSituation wählen oder eigenes Thema beschreibenThemen gibt der Kurs vor
SprechenFreies KI-Rollenspiel in jeder Session, mit CoachSprechübungen in Lektionen, freie Gespräche per Video Call je nach Abo
EinstiegEinstufungstest, Niveau A0 bis C2Kurs von Anfang an oder mit Vorkenntnissen weiter hinten
ZeitSessions mit 5, 10 oder 15 MinutenKurze Lektionen, beliebig viele
Sprachen aus dem DeutschenEnglisch, Spanisch, Italienisch, FranzösischViele, laut App Store über 40 Sprachen insgesamt
PlattformeniPhone (iOS 26 oder neuer)Web, iOS, Android
Kostenlos7 Tage Test, keine GratisversionAlle Kurse kostenlos, mit Werbung
Abo12,99 €/MonatSuper, 14 Tage gratis testbar, Preis in der App

Angaben zu Duolingo laut App Store und Duolingo, Stand Oktober 2026.

Wo Duolingo stark ist

  • Kostenlos: Alle Kurse lassen sich ohne Abo nutzen. Das ist ein echter Vorteil, und Lingoo bietet ihn nicht.
  • Auswahl: Über 40 Sprachen, darunter auch seltenere wie Walisisch, Irisch oder Hawaiianisch, dazu Kurse für Mathe und Musik.
  • Motivation: Streaks, Ranglisten und Belohnungen machen es leicht, jeden Tag dranzubleiben. Für viele ist genau das der Grund, überhaupt anzufangen.
  • Überall verfügbar: Im Browser, auf iOS und auf Android.
  • Video Call: Mit Video Call sprichst du frei mit der Figur Lily, ohne Strafpunkte für Fehler. Die Funktion war lange Duolingo Max vorbehalten. Laut Duolingo-Chef Luis von Ahn wird sie 2026 schrittweise auch für Super freigeschaltet. Ob sie in deinem Konto und Kurs verfügbar ist, siehst du in der App.

Wo Lingoo besser ist

Für das Ziel, eine Sprache zu sprechen, sehen wir Lingoo an drei Stellen vorne.

1. Jede Session endet mit einem Gespräch

Bei Lingoo ist Sprechen kein Zusatz, sondern der dritte Schritt jeder Session. Im Rollenspiel bestellst du, fragst nach dem Weg oder erzählst von deinem Tag, und zwar mit deiner eigenen Stimme. Ein Coach zeigt dir danach, was du anders sagen kannst. Du musst also nicht erst ein bestimmtes Abo haben oder eine Funktion suchen, das Gespräch gehört immer dazu.

Rollenspiel in der Lingoo-App: ein Gespräch im Café, darunter ein Hinweis vom Coach

2. Dein Thema statt eines festen Kurses

Duolingo hat einen Kurs, den alle durchlaufen. Lingoo schreibt die Geschichte jeder Session neu, auf deinem Niveau und zu deinem Thema. Du wählst eine Situation wie "Am Flughafen" oder "Im Vorstellungsgespräch" oder beschreibst einfach, worüber du sprechen willst. Wenn du nächsten Monat nach Lyon fährst oder auf Englisch ein Meeting leiten musst, übst du genau dafür.

Das hat einen praktischen Effekt: Du lernst zuerst die Wörter, die du in deinem Alltag wirklich brauchst. Wer in Spanien eine Wohnung sucht, braucht andere Vokabeln als jemand, der für ein Fußballspiel nach Madrid fährt. Und weil die Geschichte auf deinem Niveau geschrieben ist, verstehst du das meiste und triffst trotzdem in jeder Session auf genug Neues.

3. Ein roter Faden durch alle drei Schritte

Die Wörter aus der Geschichte kommen in den Übungen wieder und danach im Gespräch. So begegnet dir ein neues Wort in einer Session dreimal: gelesen, geübt, selbst gesagt. Später wiederholt Lingoo es in wachsenden Abständen, in dem Satz, in dem du es gelernt hast.

Übung in Lingoo: eine Verständnisfrage zur Geschichte mit Rückmeldung auf die Antwort

Dazu kommen zwei praktische Punkte: Ein Einstufungstest zu Beginn findet dein Niveau zwischen A0 und C2, und mit 5, 10 oder 15 Minuten weißt du vorher, wie lange eine Session dauert.

Sprachen lernen mit KI: was das bei beiden heißt

Beide Apps nutzen KI, aber an unterschiedlichen Stellen. Duolingo setzt KI für einzelne Funktionen wie Video Call ein, der Kurs selbst ist vorgegeben. Bei Lingoo entsteht die Lektion selbst mit KI: Geschichte, Übungen und Gespräch werden für dich geschrieben. Das ist der Grund, warum Lingoo deine Themen aufgreifen kann, und zugleich der Grund, warum es keinen festen Lehrplan gibt, den du Kapitel für Kapitel abhaken kannst.

Warum Spielmechaniken allein selten zum Sprechen führen, haben wir ausführlicher in Warum klassische Sprachlern-Apps an ihre Grenzen stoßen beschrieben.

Wo Lingoo nicht mithalten kann

  • Keine Gratisversion: Die ersten 7 Tage sind kostenlos, danach kostet Lingoo 12,99 € im Monat.
  • Nur iPhone: Du brauchst iOS 26 oder neuer. Android und Browser werden nicht unterstützt.
  • Weniger Sprachen: Aus dem Deutschen lernst du Englisch, Spanisch, Italienisch oder Französisch. Erklärt wird auf Deutsch oder Englisch.
  • Weniger Spiel: Lingoo zeigt dir deine Serie und deinen Fortschritt in Wörtern und Niveau, hat aber keine Ranglisten oder Ligen.

Für wen was

Duolingo passt besser, wenn du ...

  • kostenlos lernen willst,
  • eine Sprache lernst, die Lingoo nicht anbietet,
  • Android oder den Browser nutzt,
  • dich Punkte, Ranglisten und Streaks motivieren.

Lingoo passt besser, wenn du ...

  • eine Sprache vor allem sprechen willst,
  • mit Themen lernen willst, die in deinem Leben vorkommen,
  • ein iPhone hast und Englisch, Spanisch, Italienisch oder Französisch lernst,
  • jeden Tag 5 bis 15 Minuten investieren und dafür ein Abo zahlen möchtest.

Beides schließt sich nicht aus: Du kannst Duolingo weiter für den täglichen Kontakt mit der Sprache nutzen und mit Lingoo gezielt das Sprechen trainieren.

Fazit

Wenn du kostenlos lernen willst oder eine Sprache abseits von Englisch, Spanisch, Italienisch und Französisch suchst, ist Duolingo die bessere Wahl. Wenn dein Ziel ist, in einem echten Gespräch zu bestehen, ist Lingoo aus unserer Sicht die stärkere Duolingo-Alternative: Jede Session dreht sich um dein Thema, und am Ende sprichst du selbst.

Probier es aus: Die ersten 7 Tage sind kostenlos, und du kannst jederzeit in den Einstellungen deiner Apple-ID kündigen, auch während der Testwoche. Wie Lingoo im Vergleich mit Speak, Babbel, Busuu und Memrise abschneidet, liest du in Die besten Sprachlern-Apps 2026 im Vergleich.

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