Ein Wort für alle Hoffnungen
Ojalá heißt „hoffentlich“ und gehört zum spanischen Alltag: am Bahnsteig, im Wartezimmer, vor dem Fußballspiel.
Ojalá venga mañana.
Hoffentlich kommt er morgen.
Ojalá haga buen tiempo el domingo.
Hoffentlich ist am Sonntag gutes Wetter.
Ojalá el tren no llegue tarde.
Hoffentlich kommt der Zug nicht zu spät.
Ojalá pueda ir a la fiesta.
Hoffentlich kann ich zur Party gehen.
Nach ojalá steht hier der Subjuntivo Presente, mit denselben Formen wie nach anderen Auslösern. Er passt zu Wünschen, die sich noch erfüllen können.
Der Satzbau
Ojalá braucht keinen Hauptsatz. Danach darf que stehen, muss aber nicht, die Bedeutung bleibt gleich. Die Verneinung no steht direkt vor dem Verb.
Ojalá llueva pronto.
Hoffentlich regnet es bald.
Ojalá que llueva pronto.
Hoffentlich regnet es bald. (gleiche Bedeutung)
Ojalá no llueva el sábado.
Hoffentlich regnet es am Samstag nicht.
Ojalá oder espero que?
Beide verlangen den Subjuntivo. Espero que nennt, wer hofft, und klingt etwas förmlicher. Ojalá lässt das offen und klingt spontaner. Beides zusammen gibt es nicht.
Ojalá apruebes el examen.
Hoffentlich bestehst du die Prüfung.
Espero que apruebes el examen.
Ich hoffe, dass du die Prüfung bestehst.
Ojalá als ganze Antwort
Allein, ohne Verb, ist ojalá eine Reaktion auf das, was jemand gerade gesagt hat. Auch ojalá que sí und ojalá que no sind üblich.
Marta
Creo que este año nos suben el sueldo.
Ich glaube, dieses Jahr erhöhen sie uns das Gehalt.
Diego
¡Ojalá!
Das will ich hoffen!
Marta
¿Crees que mañana hará buen tiempo?
Glaubst du, dass morgen gutes Wetter ist?
Diego
Ojalá que sí.
Hoffentlich.