Der Akzent verschiebt die Aussage
Ohne besondere Absicht trägt das letzte Inhaltswort eines Satzes den Hauptakzent. Verschiebst du den Akzent auf ein anderes Wort, sagst du etwas, das im Wortlaut gar nicht steht: Genau dieses Wort stimmt, ein anderes wäre falsch.
Ein Satz, vier Aussagen
I didn't say she stole my money.
Ich habe nicht gesagt, dass sie mein Geld gestohlen hat.
Neutral, Akzent auf dem letzten Inhaltswort.
I didn't say she stole my money.
Ich habe das nicht gesagt – jemand anderes hat es gesagt.
Kontrast zur sprechenden Person.
I didn't say she stole my money.
Ich habe nicht gesagt, dass ausgerechnet sie es war.
Kontrast zu einer anderen Person.
I didn't say she stole my money.
Ich habe nicht gesagt, dass sie mein Geld gestohlen hat – vielleicht hat sie es sich geliehen.
Kontrast zu einem anderen Verb.
Richtigstellen mit dem Akzent
Der häufigste Alltagsfall ist die Berichtigung: Jemand hat dich falsch verstanden, und du stellst genau ein Element richtig. Steht der Gegensatz mit not oder but im Satz, tragen beide Pole einen Akzent. Unterscheiden sich zwei Wörter nur in einer Silbe, sitzt der Akzent auf dieser Silbe – auch wenn sie sonst unbetont wäre.
Berichtigen
I said green, not blue.
Ich habe grün gesagt, nicht blau.
Beide Pole des Gegensatzes betont.
The meeting is on Tuesday, not Thursday.
Das Treffen ist am Dienstag, nicht am Donnerstag.
Die erste Silbe macht den Unterschied.
Costs will increase, not decrease.
Die Kosten werden steigen, nicht sinken.
Die Vorsilbe trägt den Akzent, obwohl sie sonst unbetont ist.
Akzent auf Funktionswörtern
Hilfsverben, Pronomen und Präpositionen sind normalerweise unbetont und werden zur Schwachform verkürzt. Tragen sie den Akzent, bekommen sie die volle Form. Wo Deutsch Partikeln wie doch, sehr wohl oder schon einsetzt, bekräftigt Englisch mit dem betonten Hilfsverb: did, is, can. Eine bejahte Kurzform wie 've, 's oder 'll kann dabei keinen Akzent tragen.
Bekräftigen und gegenüberstellen
I did tell you about it.
Ich habe es dir doch gesagt.
Bekräftigung gegen einen Vorwurf.
It is possible, whatever they say.
Es ist sehr wohl möglich, was auch immer sie sagen.
Volle Form statt it's, weil betont.
The key is under the mat, not on it.
Der Schlüssel liegt unter der Matte, nicht darauf.
Zwei Präpositionen bilden den Gegensatz.