Die Verneinungsklammer
Im Französischen besteht die Verneinung aus zwei Teilen: ne steht vor dem konjugierten Verb, pas dahinter. Im Deutschen genügt ein einziges nicht. Die Klammer ist in jeder Person gleich: je ne parle, tu ne parles, nous ne parlons.
So entsteht die Verneinung
Das deutsche nicht steht oft am Satzende. pas steht dagegen direkt hinter dem Verb, vor Objekt und Zeitangabe.
Je ne parle pas français.
Ich spreche kein Französisch.
Elle ne travaille pas aujourd’hui.
Sie arbeitet heute nicht.
Tu ne comprends pas la question.
Du verstehst die Frage nicht.
Der bestimmte Artikel bleibt (je n’aime pas le café), bei un, une und des steht nach pas dagegen de: je n’ai pas de chat. Dazu später mehr.
Auch andere Verneinungen nutzen diese Klammer, nur mit einem anderen zweiten Teil: ne fume plus (raucht nicht mehr), ne comprends rien (verstehe nichts). Das ne bleibt.
ne wird zu n’ vor Vokal
Beginnt das Verb mit einem Vokal oder einem stummen h, wird ne zu n’: ne aime → n’aime. Das gilt auch für die häufigen Formen von avoir und être (n’ai, n’est). Vor einem Konsonanten bleibt ne: je ne suis pas. pas bleibt immer unverändert.
Je n’aime pas le café.
Ich mag keinen Kaffee.
Il n’habite pas ici.
Er wohnt nicht hier.
Je n’ai pas le temps.
Ich habe keine Zeit.
Ce n’est pas possible.
Das ist nicht möglich.
In der gesprochenen Sprache
Im Gespräch lassen Muttersprachler das ne oft weg und verneinen nur mit pas. Du hörst das ständig, schreib und sprich aber zunächst mit beiden Teilen.
Je sais pas.
Ich weiß nicht.
Il est pas là.
Er ist nicht da.