Wegweiser im Gespräch
Ein Discourse Marker (Gesprächssignal) trägt keine Sachinformation. Er sagt dem Gegenüber, wie der nächste Satz gemeint ist: als Einschränkung, als Nebenbemerkung, als Zugeständnis oder als plötzlicher Einfall. Deutsch nutzt dafür kleine Wörter wie übrigens, allerdings oder wobei, Englisch meist feste Wendungen.
The hotel was expensive. The location was perfect.
Das Hotel war teuer. Die Lage war perfekt.
Ohne Signal, die Sätze stehen nur nebeneinander.
The hotel was expensive. Having said that, the location was perfect.
Das Hotel war teuer. Andererseits war die Lage perfekt.
Der Gegensatz wird hörbar.
The hotel was expensive. Mind you, we booked very late.
Das Hotel war teuer. Wobei wir sehr spät gebucht haben.
Die eigene Aussage wird relativiert.
Sechs Signale, sechs Funktionen
Lerne diese sechs nicht als Vokabel, sondern als Funktion: Was tue ich damit im Gespräch?
Was der Marker ankündigt
| Marker | Funktion | Deutsch |
|---|---|---|
| By the way | Themenwechsel, Nebenbemerkung | übrigens |
| Having said that | Einschränkung der eigenen Aussage | andererseits, trotzdem |
| Mind you | nachgeschobener Vorbehalt | wobei, allerdings |
| To be fair | Zugeständnis an die Gegenseite | fairerweise muss man sagen |
| As a matter of fact | Präzisierung, oft gegen die Erwartung | tatsächlich, eigentlich |
| Come to think of it | plötzlicher Einfall | wenn ich es mir recht überlege |
By the way, did you ever hear back from the landlord?
Übrigens, hat sich der Vermieter je gemeldet?
To be fair, nobody warned him either.
Fairerweise muss man sagen, dass ihn auch niemand gewarnt hat.
As a matter of fact, I have already sent it.
Ich habe es tatsächlich schon geschickt.
Come to think of it, I have got her number somewhere.
Wenn ich es mir recht überlege, habe ich ihre Nummer irgendwo.
Wo der Marker steht
Vorn ist die Standardstelle: By the way, we are late. Having said that steht nur hier und braucht eine Aussage davor, die es einschränkt.
Am Ende, mit Komma davor, klingen mind you, to be fair, by the way und come to think of it natürlich: It was expensive, mind you.
Mitten im Satz geht bei kurzen Markern zwischen zwei Kommas: The plan was, to be fair, quite risky.
The service was slow. The food was excellent, mind you.
Der Service war langsam. Das Essen war allerdings ausgezeichnet.
She was, to be fair, the only one who tried.
Fairerweise war sie die Einzige, die es versucht hat.
She never replied, come to think of it.
Sie hat nie geantwortet, fällt mir gerade ein.
Gesprochen, nicht geschrieben
Diese Marker gehören ins Gespräch, ins Telefonat und in lockere Mails. In Berichten und Essays stehen stattdessen schriftliche Verwandte: however oder nevertheless statt having said that, incidentally statt by the way. Ein Marker pro Gedankenschritt reicht; mehrere hintereinander klingen wie Füllwörter.
The plan is risky. Having said that, it could work.
Der Plan ist riskant. Trotzdem könnte er funktionieren.
Gesprochen.
The plan is risky. Nevertheless, it could work.
Der Plan ist riskant. Dennoch könnte er funktionieren.
Geschrieben.