Was sind direkte Objektpronomen?
Ein direktes Objektpronomen (pronome diretto) ersetzt das direkte Objekt, also das Satzglied, das ohne Präposition direkt von der Handlung betroffen ist. Es antwortet auf wen? oder was?. Im Deutschen folgt es dem Verb (Ich sehe sie), im Italienischen steht es direkt davor.
Vom Objekt zum Pronomen
La vedo.
Ich sehe sie. (Maria)
Lo leggo.
Ich lese es. (das Buch)
Non li invito.
Ich lade sie nicht ein. (die Freunde)
Die Formen
In der 1. und 2. Person sind die Formen geschlechtsneutral. Nur in der 3. Person unterscheidet das Italienische nach Genus: lo/li (maskulin), la/le (feminin).
mi, ti, lo/la, ci, vi, li/le
| Person | Pronomen | Deutsch |
|---|---|---|
| io | mi | mich |
| tu | ti | dich |
| lui | lo | ihn / es |
| lei | la | sie (f. Sg.) |
| noi | ci | uns |
| voi | vi | euch |
| loro (m) | li | sie (m. Pl.) |
| loro (f) | le | sie (f. Pl.) |
Maria mi vede.
Maria sieht mich.
Non ti capisco.
Ich verstehe dich nicht.
Il professore ci aiuta.
Der Lehrer hilft uns.
lo, la, li, le richten sich nach dem italienischen Wort
In der 3. Person zählt das Genus des italienischen Substantivs, nicht das des deutschen Wortes: il latte ist maskulin, die Milch feminin, also lo.
Il latte? Lo bevo ogni mattina.
Die Milch? Ich trinke sie jeden Morgen.
Le chiavi? Non le trovo.
Die Schlüssel? Ich finde sie nicht.
Elision: lo/la wird zu l'
Vor einem Vokal oder vor ho, hai, ha, hanno werden lo und la zu l'. Ob ein Mann oder eine Frau gemeint ist, klärt dann der Zusammenhang. Die Pluralformen li und le bleiben in der Regel unverändert.
Marco? L'aspetto qui.
Marco? Ich warte hier auf ihn.
Maria? L'invito alla festa.
Maria? Ich lade sie zur Party ein.
Le amiche? Le aspetto qui.
Die Freundinnen? Ich warte hier auf sie.