Nach dem Superlativ hast du die Wahl
Nach einem Superlativ (el mejor, lo más bonito) und nach el único, el primero, el último sind im Relativsatz beide Modi korrekt. Der Indicativo ist der Normalfall: Du berichtest, was du erlebt hast. Der Subjuntivo verallgemeinert: Du vergleichst mit allem, was überhaupt in Frage kommt. Das klingt nachdrücklicher und etwas gehobener, oft mit nunca oder jamás.
Dieselbe Aussage, anderer Anspruch
Indicativo
Es la mejor película que he visto.
Das ist der beste Film, den ich gesehen habe.
Bericht
Eres la única persona que me entiende.
Du bist der einzige Mensch, der mich versteht.
Feststellung
Subjuntivo
Es la mejor película que haya visto nunca.
Das ist der beste Film, den ich je gesehen habe.
Urteil, nachdrücklich
Eres la única persona que me entienda.
Du bist der einzige Mensch, der mich überhaupt verstehen kann.
Ausschluss aller anderen
Es lo más bonito que me hayan regalado jamás.
Das ist das Schönste, was man mir je geschenkt hat.
Es el último libro que escribió antes de morir.
Das ist das letzte Buch, das er vor seinem Tod geschrieben hat.
reine Tatsache, darum Indicativo
Verneinung, die eine Aussage zurückweist
Eine Verneinung allein löst noch keinen Subjuntivo aus. Entscheidend ist, was verneint wird. Bestreitest du, dass es etwas gibt oder dass ein Grund zutrifft, steht der Subjuntivo. Sprichst du über etwas, das es gibt, bleibt der Indicativo.
No conozco a la persona que lo hizo.
Ich kenne die Person nicht, die es getan hat.
Die Person gibt es.
No conozco a nadie que lo haya hecho.
Ich kenne niemanden, der das je getan hat.
Es gibt keinen solchen Menschen.
No es que + Subjuntivo
Du weist eine Erklärung zurück, die im Raum steht, und lieferst oft gleich die richtige nach.
No es que no quiera, es que no puedo.
Es ist nicht so, dass ich nicht will, ich kann einfach nicht.
No es que sea caro, pero no lo necesito.
Nicht dass es teuer wäre, aber ich brauche es nicht.
No porque + Subjuntivo, sino porque + Indicativo
Der verneinte Grund steht im Subjuntivo, der wahre Grund im Indicativo.
Lo dejó no porque fuera difícil, sino porque se aburría.
Er hat aufgehört, nicht weil es schwer war, sondern weil er sich langweilte.
No digo que + Subjuntivo
Mit verneintem decir nimmst du eine Behauptung ausdrücklich nicht in den Mund.
No digo que sea fácil, digo que es posible.
Ich sage nicht, dass es leicht ist, ich sage, dass es möglich ist.